Leitartikel
Das Amt für Kulturerbe, eine Abteilung des Generalrats des Departments Jura, ist für die Wahrung, Erforschung und Aufbereitung des jurassischen Kulturerbes zuständig. Seine Aufgabe besteht darin, unter Einsatz von Kommunikationsmitteln und Inwertsetzungsmaßnahmen das Verständnis dessen zu fördern, was wir gestern waren, heute sind und morgen sein könnten.
Ferner hat dieses Amt ein Museumsnetz ins Leben gerufen, dessen Mitglieder zum Teil staatliche Museen sind, die das Gütesiegel "Musée de France" tragen oder Museen, die von Freiwilligenvereinen geleitet werden.
Zu diesem Netz gehören auch einzigartige Naturstandorte und archäologische Fundorte wie z.B. die Fossilienfundstätte mit Dinosaurierspuren in Coisia.
Neben international bekannten archäologischen Ausgrabungsstätten (wie beispielsweise die jungsteinzeitlichen Ufersiedlungen von Chalain und Clairvaux und die galloromanische Siedlungsanlage von Villards d’Héria) umfasst das Netz zudem mehrere Burgen, die von sehr aktiven Vereinen, zumeist mit der Unterstützung von jungen freiwilligen Helfern, restauriert und instandgehalten werden.
Aber auch die Abteien von Gigny und Baume-les-Messieurs, aus denen im Jahre 909 die Gründer der berühmten Abtei von Cluny hervorgingen, und die seit 2006 an dem vom Europarat initiierten Programm "Grand itinéraire culturel du Conseil de l’Europe" (Wichtige Kulturwege) teilnehmen und Mitglieder des Europäischen Verbandes Cluniazensischer Abteien sind, gehören zum Netz.